Donnerstag, Juli 27, 2006
Freitag, Juli 14, 2006
Mittel gegen Denkmalschutz
Über Geschmack kann man nicht streiten, über Denkmalschutz schon. Ich vermute mal, dass mir die Architekten dieser Welt für diesen Blogeintrag am liebsten den Hals umdrehen würden, aber Architekten sind ja auch eine Art Lobbygruppe, sozusagen Geschmacksdiktatoren. Aber zum Thema.
Eines der hässlichsten Gebäude der Welt ist die Universitätsbibliothek Karlsruhe. Es steht, wie so viele andere hässliche Gebäude, unter Denkmalschutz. Und da beginnt das Schlamassel. Wie wird man diese unerwünschten Gebäude los? Gesetzesänderung? Dauert zu lange, wenn es überhaupt dazu kommt, ich verweise auf die Lobbygruppen Architekten, Stadtbauer und das ganze weitere Gezücht. Sie heimlich sprengen? Möglich, aber für einige wenige zu teuer, und zu viele dürfens nicht machen, sonst fällt man auf. Ich fürchte, auch im Sinne einer Entsiegelung von Flächen bleibt nichts anderes übrig, als einen Krieg zu beginnen. Das ist die einzige Variante, die auf Grund einer recht mächtigen Lobby vielversprechend erscheint. Wie man sieht, die schönen Sachen werden ja wieder errichtet. Also ich glaube, stadtbauhygienisch wäre das eine gangbare Variante.
Eines der hässlichsten Gebäude der Welt ist die Universitätsbibliothek Karlsruhe. Es steht, wie so viele andere hässliche Gebäude, unter Denkmalschutz. Und da beginnt das Schlamassel. Wie wird man diese unerwünschten Gebäude los? Gesetzesänderung? Dauert zu lange, wenn es überhaupt dazu kommt, ich verweise auf die Lobbygruppen Architekten, Stadtbauer und das ganze weitere Gezücht. Sie heimlich sprengen? Möglich, aber für einige wenige zu teuer, und zu viele dürfens nicht machen, sonst fällt man auf. Ich fürchte, auch im Sinne einer Entsiegelung von Flächen bleibt nichts anderes übrig, als einen Krieg zu beginnen. Das ist die einzige Variante, die auf Grund einer recht mächtigen Lobby vielversprechend erscheint. Wie man sieht, die schönen Sachen werden ja wieder errichtet. Also ich glaube, stadtbauhygienisch wäre das eine gangbare Variante.
Dienstag, Juli 11, 2006
Energie!
Zumindest mir war es neu, dass es neben Fotovoltaik-, Biomasse- und Windkraftanlagen auch noch eine spannende weitere Art "Sonnenenergie"-Kraftwerk gibt: Das solarthermische Kraftwerk. Ich hab auf ZeitOnline davon gelesen. Ich glaube, da ist Musik drin. Herr Marquardt, übernehmen Sie!
Mittwoch, Juli 05, 2006
Form vs. Inhalt
Der spannende Artikel auf ZeitOnline über die "Yes Men" berichtet nicht nur von den amüsant-besorgniserregenden Aktionen dieser Gruppe, sondern zeigt auch mal wieder, wie sehr die (Darstellungs-)Form einer Sache den Inhalt übertönen oder gar bestimmen kann. Die "Yes Men" stellen die "Wahrheit" im Gewand der sonst üblichen Präsentationen usw. dar und nur wenige bemerken es und oft recht spät. Form und Inhalt können also so etwas wie Gegenspieler sein und sind für die Aussage einer Sache doch untrennbar miteinander verbunden.
Für mehr Tiefgang in diesem Thema werde ich wohl doch mal Hegel lesen müssen. Möchte jemand mitmachen?
Für mehr Tiefgang in diesem Thema werde ich wohl doch mal Hegel lesen müssen. Möchte jemand mitmachen?
Freitag, Juni 09, 2006
Datamining 2.0
Wie nahe der Gedanke doch liegt: Beziehungsnetzwerkplattformen*) als Datenbasis für Geheimdienste zu verwenden. SpiegelOnline berichtet darüber, wie die NSA es anscheinend schon macht. Auch mir war der Gedanke schon gekommen. Immerhin werden an solchen Stellen enorm viele persönliche Daten freiwillig angegeben. Irgendwie glaube ich, dass die Entwicklung des Internets aus Sicht des Daten- und Persönlichkeitsschutzes noch ganz arg am Anfang steht. Ich müsste mir mal Gedanken darüber machen, was ich mit diesem Blog alles über mich verrate ...
*) Wie OpenBC oder Orkut
*) Wie OpenBC oder Orkut
Donnerstag, Juni 08, 2006
Hahn hinterfragt
Schon mal von Reiki gehört? Keine neue fernöstliche Teesorte ist das, aber fast. Es ist eine ... na, vielleicht "spirituelle Bewegung", wenn man so will, deren Credo es ist, dass eine Art Lebensenergie existiert, die man von Mensch zu Mensch übertragen kann. Am besten durch Handauflegen, aber mühelos auch über beliebige Distanz. Richtig angewendet, kann man damit heilen.
Das fordert die Physik und die Biologie ja eigentlich geradezu heraus. Aber wenn man versucht, aus dem sonst informativen Medium Internet Informationen darüber zu bekommen, geht das nicht direkt fehl, aber die Information wird nur von Reiki-Gruppen zur Verfügung gestellt. Was mich daran verwirrt: Ansonsten aufgeklärte Zeitgenossen beginnen, ohne weitere Informationen und mit dem etwas pampigen Hinweis, dass man ja "offen für sowas sein" müsse/solle, Kurse darin zu belegen. Die natürlich Geld kosten. Wie ohnehin pausenlos darauf hingewiesen wird, dass man das am besten von einem Guru im Seminar lerne.
Ich will dieses Reiki (noch?) nicht verurteilen, aber eine solche Lehre, deren Fundament reichlich Lücken aufweist, den naheliegendsten Fragen keine Antwort bietet und deren Doktrin und Techniken nur durch Geldausgeben zu lernen sind, das klingt für mich ein wenig merkwürdig.
Das fordert die Physik und die Biologie ja eigentlich geradezu heraus. Aber wenn man versucht, aus dem sonst informativen Medium Internet Informationen darüber zu bekommen, geht das nicht direkt fehl, aber die Information wird nur von Reiki-Gruppen zur Verfügung gestellt. Was mich daran verwirrt: Ansonsten aufgeklärte Zeitgenossen beginnen, ohne weitere Informationen und mit dem etwas pampigen Hinweis, dass man ja "offen für sowas sein" müsse/solle, Kurse darin zu belegen. Die natürlich Geld kosten. Wie ohnehin pausenlos darauf hingewiesen wird, dass man das am besten von einem Guru im Seminar lerne.
Ich will dieses Reiki (noch?) nicht verurteilen, aber eine solche Lehre, deren Fundament reichlich Lücken aufweist, den naheliegendsten Fragen keine Antwort bietet und deren Doktrin und Techniken nur durch Geldausgeben zu lernen sind, das klingt für mich ein wenig merkwürdig.
Dienstag, Juni 06, 2006
Frauen und Big Business
Ausgerechnet in Amerika und ausgerechnet sehr pragmatisch und weniger feministisch wird die Dresdner Kleinwort Wasserstein wegen Diskriminierung von Frauen verklagt. Bei ZeitOnline gibt es dazu einen sehr ausführlichen Bericht. Verwirrend an der Sache ist tatsächlich, dass dieses Verhalten der Männer reichlich kurz gedacht ist, wenn derzeit mehr als die Hälfte der Wirtschaftsstudenten weiblich istm Tendenz steigend. Naja, ich hoffe trotz allem, dass die Frauen dann nicht billig die "Rache an den Männern"-Schiene fahren. ;)
Freitag, Juni 02, 2006
Heute schon das Verfassungsgericht angerufen?
Guter Mann, der Herr Prof. Kirchhof. Daher auch: Gutes Interview auf SpiegelOnline mit ihm. Und er klingt sehr kritisch, was die Steuerpläne der Frau angeht, die ihn noch im Wahlkampf in ihrem Kompetenzteam als Steuerexperte hatte. Sie hat wohl bisher nicht auf ihn gehört. Schade eigentlich.
Mittwoch, Mai 31, 2006
Do you Sudoku, too?
Ja, nun schön, diese Epidemie geht ja schon länger um, aber nun bin ich auch infiziert. Vielleicht liegts daran, dass ich zur Zeit außer Bewerben und Socialising nicht viel zu tun habe. Aber irgendwie ist dieses japanische Zifferngeknobel wirklich spaßig, obwohl das Problem ja an sich aus informatischer Sicht ziemlich banal und einfach zu lösen ist. Suchtfutter hier.
Samstag, Mai 20, 2006
Sprichwortpate gesucht
Es gibt ja schon viele Sprichworte, aber es fehlen doch noch entscheidende Bonmots. So eines ist mir eingefallen. Es lautet:
"Je mehr ich die Frauen kenne, desto mehr verstehe ich die Männer."
Nachteil: Wenn das Sprüchlein als Zitat von mir (Jonas Hahn) kursiert, dann hat das ganze nicht das nötige Gewicht. Falls also jemand der geneigten Leserschaft eine berühmte Persönlichkeit von Ruf und Geist zur Hand hat*), der dieses Bonmot gerne gesagt haben möchte, kann sich gerne bei mir melden.
*) Wie z. B. Sky du Mont, Mario Adorf, Jacques Brel oder Papst Benedikt XVI.
"Je mehr ich die Frauen kenne, desto mehr verstehe ich die Männer."
Nachteil: Wenn das Sprüchlein als Zitat von mir (Jonas Hahn) kursiert, dann hat das ganze nicht das nötige Gewicht. Falls also jemand der geneigten Leserschaft eine berühmte Persönlichkeit von Ruf und Geist zur Hand hat*), der dieses Bonmot gerne gesagt haben möchte, kann sich gerne bei mir melden.
*) Wie z. B. Sky du Mont, Mario Adorf, Jacques Brel oder Papst Benedikt XVI.
Dienstag, Mai 02, 2006
Past the Point of No Return
Uff, es ist vollbracht: Heute habe ich meine Diplomarbeit abgegeben. Schönes Werk. ;) Wer beim eventuellen Lesen*) Fehler finden sollte, der schweige gefälligst, ich will nichts hören oder lesen!
*) Kapitel 3 ist besonders trocken.
*) Kapitel 3 ist besonders trocken.
Montag, April 24, 2006
Müll in der Zeit
Jaja, jaja, na schön, die Abfallentsorgung ist mein Steckenpferd, das wissen offenbar inzwischen so viele, dass mir schon mindestens fünf Mal dieser Artikel auf ZeitOnline dazu empfohlen wurde. Ein wirklich guter Artikel. Ich hab ihn schon gelesen, okay? ;-)
Freitag, April 21, 2006
Feminismus-Blues
Es ist kein leichtes Thema, ja wenn nicht sogar (neben Steuern, Rente, Arbeit) eines der entscheidensten für die - nennen wir sie ruhig weiterhin - westliche Welt: Die Frauen- und damit auch Familienpolitik. Auf ZeitOnline bemerkt Heike Faller den Rückgang des Engagements für die Gleichberechtigung, den Rückfall der Frauen in ein Rollendenken der 1950er Jahre. Das Thema ist deshalb ziemlich knifflig, weil es einfach eine biologische Tatsache ist, dass die Frauen die Kinder bekommen. Das ist kein Grund, weniger Lohn für die gleiche Leistung zu erhalten oder sonst irgendwie schlechter behandelt zu werden, aber es steht einer Gleichheit der Geschlechter im Wege, weil sie nunmal (zum Glück!) nicht gleich sind. Ich habe noch keine Lösung für diese Frage im Ärmel, aber es würde mich, wie die Autorin, freuen, wenn man sich weiterhin dafür engagieren würde, dass Familie neben einer Rolle als selbstständige Frau möglich ist.
Als kleines Schmankerl anbei noch der Artikel zum "Bündnis für Erziehung", eine ganz merkwürdige Sache, die sich die Frau von der Leyen da ausgedacht hat.
Als kleines Schmankerl anbei noch der Artikel zum "Bündnis für Erziehung", eine ganz merkwürdige Sache, die sich die Frau von der Leyen da ausgedacht hat.
Mittwoch, April 19, 2006
Eine Nase voll Frühling
Gestern Abend war es in Karlsruhe so weit: Ich konnte den Frühling riechen. Normalerweise gelten Vorgänge in der Natur ja als langsam und stetig, aber beim Frühling (oder Winter) ist es nicht so. Da gibt es einen Tag, an dem alles auf einmal passiert. Und dann riecht man es, dieses Neue, Ungestüme, Süße. Beim Winter ist es umgekehrt, da riecht man von einem Tag auf den anderen nichts mehr, es riecht klar und frisch. Ich liebe diese Momente.
Dienstag, April 18, 2006
Die guten ins Töpfchen ...
Wie jeder weiß: Müll ist mein Leib-und-Magen-Thema (metaphorisch). Daher war ich nicht übel entzückt, auf ZeitOnline diesen sehr umfangreichen Artikel zu diesem Thema zu lesen. Er sei dem geneigten Leser ans Herz gelegt. Meine Diplomarbeit zu einem verwandten Thema wird hier demnächst auch veröffentlicht.
Freitag, April 14, 2006
Ei, Ei, Ei!
Allen Angehörigen einer der christlichen Kirchen: Frohe Ostern! Joyueses Pâques! Happy Easter! Feliz Pascua! Allen anderen: Schöne freie Tage!
Mittwoch, April 12, 2006
Sonntag, April 09, 2006
Dinge, die man können sollte (Folge 1)
Irgendwann erfährt es jeder mal, so jetzt auch ich (27, m): Meine Art zu flirten gilt als (Obacht, Euphemismus!) zu subtil. Gerade bei ausländischen Mitmenschen. Offenbar wird da, gemessen an meinem sonstigen Auftreten, mehr erwartet. Das ist natürlich eine ernüchternde Erkenntnis, aber immerhin ist das mal geklärt und ich gelobe Besserung. Wie sagt man so dämlich wie richtig? "Feedback ist ein Geschenk". Danke. *grml*
Addendum: Die Definition auf Wikipedia ist immerhin klar, aber man ersieht daraus auch: Mittel und Intensität des Flirtens sind Ansichtssache. Vielleicht möchte der Autor von BlogFrei mal in einer blogübergreifenden Initiative die Sicht eines Deutschen im von mir nunmehr zur "Hauptstadt des Flirtens" ernannten Barcelona dazu beitragen.
Addendum: Die Definition auf Wikipedia ist immerhin klar, aber man ersieht daraus auch: Mittel und Intensität des Flirtens sind Ansichtssache. Vielleicht möchte der Autor von BlogFrei mal in einer blogübergreifenden Initiative die Sicht eines Deutschen im von mir nunmehr zur "Hauptstadt des Flirtens" ernannten Barcelona dazu beitragen.
Donnerstag, März 30, 2006
Jamba ade!
Jaajaa, da findet das Kabinett in Bayern, dass Handys total überflüssig sind an Schulen. Gestern dann endlich die richtigen 10 guten Gründe dagegen auf jetzt.de. Soweit die Historie. Jetzt mein Senf dazu.
Leute, die Satzbausteine wie "verantwortungsvoller Umgang mit Handys" verwenden, haben nicht begriffen, worum es geht und stehen bei mir im Ruch, freudlose Spießer zu sein. Natürlich sind Handys auch Geräte, mit denen man komfortabel und bequem mobil kommunizieren kann. Aber die Dinger sind eben auch Lifestylegeräte. Früher gab es sowas doch auch, da waren die Teile halt nur nicht so klein. Wenn die in den 60ern oder 70ern gewollt hätten, wäre der Schallplattenspieler auch mit in die Schule gekommen, das Gerät hat halt nur nicht so gut in die Hosentasche gepasst. Ich erinnere mich, dass auch zu meiner Zeit*) GameBoys für die Pause auch mal mit in die Schule genommen wurden und für manche Eltern damit die Apokalypse eingeläutet wurde. Erstaunlich, dass die jedesmal wieder so reagieren. (Es folgt der introspektive Teil). Ob ich auch mal irgendwann so reagiere wie das bayerische Kabinett?
*) Damals! 1992 oder so.
Leute, die Satzbausteine wie "verantwortungsvoller Umgang mit Handys" verwenden, haben nicht begriffen, worum es geht und stehen bei mir im Ruch, freudlose Spießer zu sein. Natürlich sind Handys auch Geräte, mit denen man komfortabel und bequem mobil kommunizieren kann. Aber die Dinger sind eben auch Lifestylegeräte. Früher gab es sowas doch auch, da waren die Teile halt nur nicht so klein. Wenn die in den 60ern oder 70ern gewollt hätten, wäre der Schallplattenspieler auch mit in die Schule gekommen, das Gerät hat halt nur nicht so gut in die Hosentasche gepasst. Ich erinnere mich, dass auch zu meiner Zeit*) GameBoys für die Pause auch mal mit in die Schule genommen wurden und für manche Eltern damit die Apokalypse eingeläutet wurde. Erstaunlich, dass die jedesmal wieder so reagieren. (Es folgt der introspektive Teil). Ob ich auch mal irgendwann so reagiere wie das bayerische Kabinett?
*) Damals! 1992 oder so.
Donnerstag, März 23, 2006
Tja, das wars dann ...
Klingt ja eigentlich ganz positiv: "Urheberrechtsnovelle". Ist es in diesem Fall für Deutsche aber nicht so ganz. Die Franzosen setzen die gleiche EU-Richtlinie ein wenig anders (benutzerfreundlicher) um und stoßen damit teilweise die Industrie vor den Kopf. Man sollte meinen, es sei irgendwie leicht einzusehen, dass eine Technologie, die haupsächlich auf dem Prinzip "Kopieren" aufbaut, nicht so leicht unkopierbar gemacht werden kann. Jedenfalls nicht ohne enormen Aufwand. Ich hoffe ja bei aller Wirtschaftsfreundlichkeit irgendwie, dass die Industrie sich da ein blaues Auge holt. Oder will sie wirklich alle Konsumenten zu potenziellen Kriminellen machen? Musik und Videos für billig im Internet runterladen, das ist die Zukunft, sag ich mal. Obwohl, wenn DVDs so billig wie in diesem Shop angeboten werden ... EDIT: Und dazu wieder mal Lawrence Lessig.
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